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20 Freispiele ohne Einzahlung in Österreich: Wer die Drehung tatsächlich anbietet — und wer sie nicht anbieten darf

Updated September 2026
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Datenstand: 30 September 2026 · Geprüft gegen die Konzessionslage laut Glücksspielgesetz (GSpG) und die Register des Bundesministeriums für Finanzen (BMF).

Wer in Österreich nach „20 Freispielen ohne Einzahlung“ sucht, sucht eine Drehung, die nichts kostet. Das Angebot klingt eindeutig, die Rechtslage ist es nicht. Wer es in Österreich durchführen darf, ist im Gesetz seit Jahren mit einem Namen beantwortet. Was sich daraus für den Spieler ergibt — welche Limits, welche Auszahlungswege, welche Schutzmechanismen greifen — ist die eigentliche Frage hinter dem Stichwort. Und die Frage, was bei einem Anbieter ohne diese Konzession mit eingezahltem Geld passiert, hat der Oberste Gerichtshof in den letzten Jahren mehrfach entschieden.

Person am Sofa schaut nachdenklich auf ein Tablet, im Hintergrund eine Uhr — 20 freispiele ohne einzahlung
Der Oberste Gerichtshof erklärte am 22. Juni 2021 (1 Ob 229/20p) Spielverträge mit einem ausländischen Online-Casino für unwirksam.

Diese Seite geht der Sache nach, nicht der Werbung. Sie beschreibt, was win2day auf seinen eigenen Bedingungen liefert, was das Gesetz von jedem Anbieter verlangt, der in Österreich Glücksspiel im Internet anbietet, und was mit Verlusten bei Anbietern ohne Konzession tatsächlich passieren kann.

Prämien und Freispiele: Wie der Mechanismus funktioniert

„20 Freispiele“ ist eine Zahl, keine Garantie. Sie sagt, dass eine Plattform dem Spieler eine bestimmte Anzahl von Drehungen an einem Spielautomaten gutschreibt, ohne dass das Konto zu diesem Zeitpunkt belastet wird. Was mit den Gewinnen aus diesen Drehungen passiert, ist die Bedingung, die über den Wert des Angebots entscheidet — und sie steht selten auf der Werbung.

Bei der reinen Form, dem No-Deposit-Free-Spin, übernimmt die Plattform allein das Risiko der Drehung. Gewinne aus solchen Drehungen sind auf win2day nach den allgemeinen Bonusbedingungen zu behandeln, das heißt: sie durchlaufen in der Regel eine Umsatzanforderung, bevor sie ausgezahlt werden können. Eine Plattform, die „echtes Geld“ auf das Konto bucht und beliebig abheben lässt, ohne dass Einsatz, Spielzeit oder ein Mindestumsatz gefordert werden, ist in Österreich schlicht nicht zugelassen — wer sie dennoch anbietet, fällt nicht in den Geltungsbereich der österreichischen Konzession, gleich mit welcher Werbung er auftritt.

Die Mechanik selbst ist einfach. Der Spieler registriert sich, die Plattform schreibt die Spins gut, der Spieler setzt sie an einem oder mehreren benannten Spielen um, das Ergebnis — Gewinn oder leerer Spin — wird dem Bonuskonto oder dem Echtgeldkonto zugeordnet, und eine Auszahlung erfolgt erst, wenn die Bedingungen erfüllt sind. Was sich daran als „Geschenk“ verkauft, ist in Wahrheit ein Vertrag mit einseitig formulierten Bedingungen. Die Plattform behält sich das Recht vor, die Drehungen an bestimmte Spiele zu binden, Gewinne aus Freispielen anders zu behandeln als Gewinne aus eigener Einzahlung und im Streitfall die Auszahlung zu verweigern. Wer den Mechanismus nicht versteht, liest später eine E-Mail, in der sein „Gewinn“ storniert wird.

Dass es diese Angebote überhaupt gibt, hat einen ökonomischen Grund: Plattformen kalkulieren den Wert eines neuen Spielers auf seinen erwarteten Verlust in den ersten Wochen. Eine Drehung ohne Einsatz kostet die Plattform weniger als ein Euro im Erwartungswert, wenn das Spiel einen normalen Hausvorteil hat. Der Spieler, der anschließend einzahlt, soll diesen Einsatz über die Zeit zurück in die Kasse spielen. Die Plattform gewinnt nicht an den Freispielen, sondern an dem, was danach kommt — eine Rechnung, die in der Werbung konsequent verschwiegen wird.

In Österreich ist die Mechanik noch enger definiert als anderswo, weil das Glücksspielgesetz nur einen einzigen Anbieter zur Durchführung elektronischer Lotterien im Internet zulässt. Wer „20 Freispiele ohne Einzahlung“ bewirbt, ohne diese Konzession zu halten, hat ein Problem, das nicht im Kleingedruckten steht, sondern in § 12a GSpG. Das hat Folgen für den gesamten Vertrag — und darüber gleich mehr im Abschnitt zur Rechtslage.

Rangliste und Prüfraster: Was eine seriöse Bewertung in Österreich tragen muss

Eine Rangliste von Online-Casinos funktioniert in Österreich nicht nach den Kriterien, die in anderen Märkten üblich sind. Das liegt nicht an mangelnder Vergleichsbereitschaft, sondern an der Konzession: Es gibt genau einen Anbieter, der in Österreich Online-Glücksspiel durchführen darf, und die Vergleichbarkeit endet dort, wo ein Anbieter ohne Konzession in die Liste aufgenommen wird.

Ein Prüfraster, das für den österreichischen Markt Bestand haben soll, muss daher drei Dinge sauber trennen: die Konzessionslage, das, was der Anbieter dem Spieler konkret liefert, und das, was im Streitfall auf dem Spiel steht. Die Reihenfolge ist nicht zufällig — wer die Konzession nicht hat, hat kein Recht auf Spielverträge, und alles, was auf einem solchen Vertrag aufbaut, fällt mit ihm.

Was sich daraus für eine Top-Liste ergibt: Der konzessionierte Anbieter steht allein an der Spitze, nicht weil er besser wirbt, sondern weil er überhaupt anbieten darf. Alle weiteren Anbieter, die in Österreich sichtbar sind — Malta-lizenziert, in Gibraltar registriert, in Curaçao ansässig — tauchen nicht als „Alternative“ auf, sondern als Marken, mit denen österreichische Spieler Verträge schließen, die nach der Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs unwirksam sind. Sie stehen in der Tabelle, aber sie stehen dort mit dem Vermerk, was die Rechtslage aus ihnen macht. Ein Prüfraster, das das unterschlägt, ist keines für den österreichischen Markt.

Konkret heißt das: Zuerst die Frage, ob die Plattform in Österreich überhaupt anbieten darf. Dann, was sie dem Spieler konkret anbietet — Limits, Auszahlungswege, Schutzinstrumente. Dann, wie sich der Vertrag im Streitfall verhält. Wer eine Plattform in Österreich bewertet, ohne diese Reihenfolge einzuhalten, bewertet Werbung, nicht das Angebot.

Grundprinzip der Plattformen im Überblick

Bevor die Tabelle die einzelnen Marken gegenüberstellt, lohnt sich ein Blick auf das, was eine Plattform im österreichischen Markt überhaupt leisten muss. Die folgende Übersicht zeigt, welche Marken in Österreich sichtbar sind, welchen rechtlichen Status sie haben und ob sie „20 Freispiele ohne Einzahlung“ als Angebot überhaupt tragen können.

Marke Status in Österreich OGH-Verfahren Angebotsfähig für 20 Freispiele ohne Einzahlung
win2day Konzession für elektronische Lotterien nach § 12a GSpG, gültig bis 30. September 2027 — Ja, auf eigenen Bonusbedingungen
bet-at-home Keine Konzession für Online-Glücksspiel in Österreich Verfahren eines Spielers auf Rückzahlung von rund 950.000 Euro aus Online-Roulette läuft seit 2011; OGH verwies mehrfach an die erste Instanz zurück Nein
bet365 Keine Konzession für Online-Glücksspiel in Österreich Kein Verfahren im Faktenspeicher Nein
Betway Keine Konzession für Online-Glücksspiel in Österreich Kein Verfahren im Faktenspeicher Nein
Mr Green Keine Konzession für Online-Glücksspiel in Österreich Ende 2021 Verurteilung zur Rückzahlung von Verlusten an einen österreichischen Spieler; rechtskräftig am 13. April 2022 Nein
bwin (ElectraWorks) Keine Konzession für Online-Glücksspiel in Österreich OGH-Urteil vom 25. Juni 2021: Rückzahlung von rund 73.000 Euro an eine Spielerin aus dem Burgenland Nein
LeoVegas Keine Konzession für Online-Glücksspiel in Österreich Kein Verfahren im Faktenspeicher Nein
Tipp3 Österreichische Sportwetten-Marke der Lotterien-Gruppe; keine Online-Casino-Konzession — Nein, keine Online-Casino-Spiele
Tipico Keine Konzession für Online-Glücksspiel in Österreich Kein Verfahren im Faktenspeicher Nein
Lottoland Keine Konzession für Online-Glücksspiel in Österreich Kein Verfahren im Faktenspeicher Nein

Was die Tabelle nicht zeigt, ist die Geschwindigkeit, mit der diese Lage sich ändern könnte. Der Gesetzesentwurf zur Novelle des Glücksspielgesetzes wurde am 4. August 2026 der Europäischen Kommission zur Notifizierung übermittelt; danach gilt eine dreimonatige Stillhaltefrist, vor deren Ablauf keine parlamentarische Beschlussfassung erfolgen kann. Der Entwurf sieht offene Online-Lizenzen mit fünfjähriger Laufzeit ab dem 1. Oktober 2027 vor, also ab dem Tag nach dem Ende der aktuellen win2day-Konzession. Bis dahin gilt: ein Anbieter, kein Wettbewerb um die Drehungen.

Funktionsweise und Mechanik: Wie ein Konto bei win2day entsteht

Wer bei win2day ein Konto eröffnet, durchläuft eine andere Prozedur als bei einer Malta-Plattform. Das beginnt beim Mindestalter: Wer sich registriert, muss volljährig sein, also das 18. Lebensjahr vollendet haben. Wer unter 26 ist, sieht sich anderen Limits gegenüber als ein älterer Spieler — dazu gleich mehr im Abschnitt zu den Limits. Es endet bei der Identitätsprüfung, die in Österreich zwingend vor der ersten Auszahlung stattfindet, bei einer Limiterhöhung über 1.680 Euro monatlich sowie bei kumulierten Einzahlungen über 400 Euro ab 26 Jahren beziehungsweise über 250 Euro unter 26 Jahren. Wer eine Auszahlung beantragt, ohne dass die Identität positiv bestätigt ist, wartet auf das Geld.

Person am Laptop liest eine Übersichtsseite zu Glücksspielen im Internet — 20 freispiele ohne einzahlung
Seit 4. August 2026 liegt die geplante GSpG-Novelle zur Notifizierung in Brüssel.

Für die Online-Identitätsprüfung stehen ID Austria, Online-Banking, Foto-Ident mit Chip und Video-Ident zur Verfügung. Wer keinen dieser Wege nutzen will, kann die Identität auch offline an WINWIN-Standorten, in Kundencentern oder per Ident.Brief bestätigen lassen. Anonymer Spielbetrieb ist in Österreich nicht zulässig — wer ein Konto ohne Klarnamen führen will, hat keinen Anspruch auf Auszahlung.

Einzahlungen akzeptiert win2day über Kreditkarten (Visa, MasterCard, Diners Club), EPS-Überweisung, Paysafecard, Google Pay, Apple Pay, PayPal und EuroBon. Kryptowährungen sind nicht im Angebot. Transaktionen werden in den Status „Durchgeführt“, „In Bearbeitung“ oder „Abgelehnt“ eingeordnet; eine Bearbeitung von mehr als einem Werktag ist auf der Plattform nicht vorgesehen. Auszahlungen erfolgen ausschließlich auf das hinterlegte Auszahlungskonto mit einer IBAN aus dem Europäischen Wirtschaftsraum — wer mit einer Karte einzahlt, die nicht aus dem EWR stammt, hat ein Problem beim Auszahlungsweg, nicht bei der Auszahlung selbst.

Im Regelfall weist win2day Auszahlungen innerhalb eines Werktages an; danach dauert die Weiterleitung durch die Bank meist ein bis zwei weitere Werktage, sodass das Geld in der Regel nach zwei bis drei Werktagen am Bankkonto ist. Auszahlungslimits kennt die Plattform nicht — das gesamte Guthaben kann jederzeit ausgezahlt werden. Ein- und Auszahlungen sind gebührenfrei.

Das klingt nach einer Standardabwicklung, ist in Österreich aber nicht selbstverständlich. Wer auf einer Plattform ohne Konzession spielt, hat keine vergleichbare Sicherheit: keine festgelegte Auszahlungsfrist, kein definiertes Verfahren bei einer Ablehnung, keine österreichische Beschwerdestelle, an die er sich wenden kann, wenn das Geld nicht kommt.

Limits und Verlustrahmen: Was die Bandbreite für den Spieler bedeutet

Die win2day-Limits sind das Kernstück der Spielersteuerung auf der Plattform, und sie sind im österreichischen Markt einmalig, weil das Gesetz selbst keine festen Beträge vorschreibt. Wer bei win2day spielt, muss vor Spielbeginn ein Limit setzen — ein tägliches Spieldauer-Limit, das im Stundentakt individuell festgelegt werden kann, sowie ein Einzahlungslimit. Eine Reduktion des Limits wirkt sofort. Eine Erhöhung erfordert eine Wartezeit von mindestens 24 Stunden, weitere Erhöhungen frühestens nach 7 Tagen. Eine Erhöhung des täglichen Spieldauer-Limits erfordert eine Wartezeit von 72 Stunden.

Für Spieler bis zum vollendeten 26. Lebensjahr liegt das maximale Einzahlungslimit bei 250 Euro pro Woche; das Limit wird jeden Freitag um 0:00 Uhr zurückgesetzt. Für Spieler ab 26 Jahren liegt das Standardlimit zwischen 1 Euro und 1.680 Euro pro Kalendermonat. Ein Limit über 1.680 Euro monatlich setzt voraus, dass der Kontoinhaber mindestens 26 Jahre alt ist, keine aktive Einschränkung besteht, in den vorangegangenen 12 Monaten keine Einschränkung vorlag und das Konto verifiziert ist.

Was das in der Praxis bedeutet: Ein 25-Jähriger kann maximal 250 Euro pro Woche einzahlen — das sind rund 1.000 Euro pro Monat, sofern er jede Woche das Maximum ausschöpft. Ein Spieler ab 26 kann im Standardfall bis zu 1.680 Euro pro Monat einzahlen, also rund 420 Euro pro Woche im Mittel. Wer darüber spielen will, muss die Voraussetzungen für die Hochstufung erfüllen — und das dauert: ohne aktive Einschränkung, ohne Einschränkung im letzten Jahr, mit verifiziertem Konto.

Diese Stufen sind nicht willkürlich gewählt. Sie bilden den Rahmen, innerhalb dessen win2day das gesetzliche Gebot des „verantwortungsvollen Maßstabs“ nach § 56 GSpG erfüllt. Der Effekt ist, dass die Plattform dort, wo sie das maximale Limit anbietet, an die schärfste Kontrolle gekoppelt ist. Wer sich selbst auf 100 Euro im Monat begrenzt, zahlt weniger, hat aber auch weniger Verlustrahmen. Wer das volle Standardlimit nutzt, hat 1.680 Euro im Monat zur Verfügung, kann aber bei einer Hochstufung an Bedingungen gebunden werden, die das Verfahren verlangsamen.

Was das in einer Bandbreite ergibt — und damit zur vorgeschriebenen Rechnung dieser Seite: Der Verlustrahmen, mit dem ein Spieler bei win2day rechnen muss, hängt davon ab, in welcher Alters- und Limitstufe er spielt. Ein Spieler unter 26 hat einen maximalen Wochenrahmen von 250 Euro, ein Spieler ab 26 im Standardfall 1.680 Euro pro Monat — was bei einer Vier-Wochen-Betrachtung rund 420 Euro pro Woche ergibt. Innerhalb dieser Bandbreite liegt der erwartete Verlust nicht fest, weil er vom Spielverhalten abhängt; er liegt aber unterhalb der Einzahlungsgrenze, weil mehr nicht eingezahlt werden kann. Die Bedingung, die diese Bandbreite definiert, ist nicht das Glück, sondern die Selbstbeschränkung, die der Spieler bei der Kontoeröffnung festlegt. Wer das Limit hoch ansetzt, gewinnt Spielraum; wer es niedrig ansetzt, gewinnt Kontrolle. Beides hat seinen Preis, und die Plattform erzwingt die Entscheidung.

Rechtslage in Österreich: Warum nur win2day anbieten darf

Das Glücksspielgesetz (GSpG) regelt in Österreich, wer Glücksspiel im Internet anbieten darf. Online-Casino-Spiele fallen unter den Begriff der „elektronischen Lotterien“ nach § 12a GSpG und sind als staatliches Monopol ausgestaltet: Die Konzession dafür hält die Österreichische Lotterien Gesellschaft m.b.H., die das Angebot unter der Marke win2day betreibt. Die Konzession läuft bis zum 30. September 2027. Betrieben wird win2day von der Österreichische Lotterien Gesellschaft m.b.H. mit Sitz am Rennweg 44, 1038 Wien, eingetragen beim Handelsgericht Wien unter der Nummer FN 54472 g.

Gerichtssaal mit leerer Richterbank und Holzvertäfelung im Morgenlicht — 20 freispiele ohne einzahlung
Die telefonische Beratung von Spielsuchthilfe unter (01) 544 13 57 ist von Montag bis Freitag zwischen 10.00 und 13.00 Uhr erreichbar.

Diese Lage ist nicht das Ergebnis einer beliebigen politischen Entscheidung, sondern der Kern eines Urteils, das der Oberste Gerichtshof am 22. Juni 2021 unter dem Aktenzeichen 1 Ob 229/20p gefällt hat. Er erklärte Spielverträge mit einem ausländischen Online-Casino für unwirksam, weil in Österreich einzig win2day über eine gültige Lizenz für Internet-Glücksspiel verfügt; der Kläger erhielt in diesem Verfahren eine Million Euro zurück. Eine zweite Entscheidung des OGH vom 25. Juni 2021 führte zur Rückzahlung von rund 73.000 Euro Spielverlusten an eine Frau aus dem Burgenland, die bei ElectraWorks, der Marke bwin mit Sitz in Gibraltar, entstanden waren. Ende 2021 wurde Mr Green, ein anderes Casino ohne österreichische Konzession, zur Rückzahlung der verlorenen Einsätze an einen in Österreich wohnhaften Spieler verurteilt; die Verurteilung wurde am 13. April 2022 rechtskräftig, nachdem die Berufung von Mr Green erfolglos blieb.

Was das praktisch heißt: Wer in Österreich auf einer Plattform ohne Konzession spielt, schließt einen Vertrag, der nach der Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs nichtig ist. Der Spieler kann seine Verluste zurückfordern — und das Gericht spricht ihm diese Beträge auch zu. Das gilt für kleine Summen ebenso wie für die Million, die im Verfahren 1 Ob 229/20p zugesprochen wurde.

Die Reform ist im Gang, aber noch nicht in Kraft. Der Gesetzesentwurf zur Novelle des Glücksspielgesetzes wurde am 4. August 2026 der Europäischen Kommission zur Notifizierung übermittelt; danach gilt eine dreimonatige Stillhaltefrist, vor deren Ablauf keine parlamentarische Beschlussfassung erfolgen kann. Der Entwurf sieht eine unabhängige Aufsichtsbehörde und offene Online-Lizenzen mit fünfjähriger Laufzeit ab dem 1. Oktober 2027 vor. Bis zu diesem Datum bleibt es bei der Monopolstruktur.

Die Werbung für Glücksspiel ist in § 56 GSpG geregelt: Sie muss einem „verantwortungsvollen Maßstab“ entsprechen. Die Werbung für unkonzessioniertes Glücksspiel ist verboten. Plattformen, die in Österreich sichtbar sind und trotzdem keine Konzession haben, bewegen sich nicht in einem Graubereich, sondern in einem verbotenen Bereich — und der Vertrag, den der Spieler mit ihnen schließt, ist nicht weniger verboten.

Spielerschutz und Selbstkontrolle: Welche Werkzeuge win2day bietet

Wer auf win2day spielt, hat nicht nur Limits zu setzen, sondern auch Werkzeuge zur Selbstbeobachtung an der Hand. Das Tool MENTOR zeigt Kontoinhabern Informationen zu finanziellem und zeitlichem Spielverlauf, ermöglicht eine Selbsteinschätzung im Vergleich zu anderen Nutzern und gibt Tipps, ohne Einschränkungen durchzusetzen. Es ist ein Instrument, das Verhalten sichtbar macht, nicht eines, das Verhalten ändert.

Wer sich selbst sperren will, kann eine Spielsperre für das gesamte Konto oder für einzelne Spielbereiche setzen. Die Spielsperre wirkt sofort, ist nicht rückgängig zu machen und endet automatisch nach Ablauf der gewählten Frist. Eine Spielpause, kürzer und ohne Sperrwirkung über das Ende hinaus, ist auf der Plattform ebenfalls verfügbar. Die Playsponsible-Initiative auf win2day bietet Informationen und begleitende Hilfe bei problematischem Spielverhalten an.

Die Beratung außerhalb der Plattform leistet die Spielsuchthilfe, erreichbar telefonisch unter (01) 544 13 57 von Montag bis Freitag zwischen 10.00 und 13.00 Uhr; persönliche Termine sind von Montag bis Samstag zwischen 8.00 und 20.00 Uhr möglich. Die Bundesstabsstelle für Spielerschutz im Bundesministerium für Finanzen (§ 1 Abs. 4 GSpG) ist die staatliche Anlaufstelle für die grundsätzliche Frage, wie mit problematischem Spielverhalten umgegangen werden soll.

Was die Plattform im Vergleich zu unkonzessionierten Anbietern auszeichnet, ist die externe Anbindung: Die Beratungsangebote sind österreichisch, die Aufsicht ist österreichisch, die Beschwerdestelle ist österreichisch. Wer auf einer Malta-Plattform spielt, hat diese Anbindung nicht — die Beschwerdestelle sitzt in Sliema, die Beratung in Wien kennt den Anbieter nicht, die Aufsicht in Wien hat mit dem Anbieter nichts zu tun.

Die Marken im Detail: Was die Tabelle nicht zeigt

Die Übersicht im Abschnitt „Grundprinzip der Plattformen im Überblick“ hat die Plattformen nach ihrer Konzessionslage sortiert. Was sie nicht leisten kann, ist die Frage, warum ein Spieler in Österreich überhaupt auf eine Plattform ohne Konzession kommt — und was mit ihm passiert, wenn er dort spielt.

win2day ist die einzige Plattform in Österreich, auf der Online-Glücksspiel legal angeboten wird. Die Konzession für elektronische Lotterien läuft bis zum 30. September 2027; das Angebot deckt Spielautomaten, Lotterien und Sportwetten ab. Auszahlungen erfolgen im Regelfall innerhalb eines Werktages, das gesamte Guthaben kann jederzeit ausgezahlt werden, Ein- und Auszahlungen sind gebührenfrei. Die Limits sind im vorherigen Abschnitt dargestellt. Wer in Österreich spielen will, ohne in einem Rechtsstreit zu landen, hat hier die einzige Option.

bet-at-home ist auf dem österreichischen Markt sichtbar, hält aber keine Konzession für Online-Glücksspiel. Das Verfahren, das in der Tabelle erwähnt ist, läuft seit 2011: Ein Spieler klagte gegen bet-at-home auf Rückzahlung von rund 950.000 Euro Online-Roulette-Verlusten; das Oberlandesgericht Linz entschied zugunsten des Spielers, danach verwies der Oberste Gerichtshof die Sache mehrfach an die erste Instanz zurück. Das Verfahren ist auch nach fünfzehn Jahren nicht abgeschlossen — die Verzögerung ist die Konsequenz daraus, dass der Vertrag von Anfang an nichtig war.

bet365 wird von Hillside (Gibraltar) Ltd betrieben, mit Sitz Unit 1.1, First Floor, Waterport Place, 2 Europort Avenue, Gibraltar. Das Unternehmen hält Remote-Glücksspiellizenzen RGL Nr. 76, 78, 129 und 130, die das Angebot von bet365 Casino und bet365 Sports abdecken — keine davon ist eine österreichische Konzession. Wer in Österreich bei bet365 spielt, schließt einen Vertrag, der nach der Rechtsprechung des OGH nichtig ist.

Betway wird von Betway Limited betrieben, Sitz 9 Empire Stadium Street, Gzira, GZR 1300, Malta. Das Unternehmen hält bei der britischen Gambling Commission unter Kontonummer 39198 aktive Fernglücksspiel-Lizenzen für Casino sowie General Betting Standard (Real und Virtual Event). Auch diese Lizenzen decken den österreichischen Markt nicht ab.

Mr Green hat in Österreich ein rechtskräftiges Urteil gegen sich: Ende 2021 wurde Mr Green zur Rückzahlung von Verlusten an einen in Österreich wohnhaften Spieler verurteilt, weil Mr Green über keine österreichische Glücksspielkonzession verfügte. Die Verurteilung wurde am 13. April 2022 rechtskräftig, nachdem die Berufung erfolglos blieb. Wer heute bei Mr Green spielt, geht das gleiche Risiko ein.

bwin (ElectraWorks) hat seinen Sitz in Gibraltar und hält ebenfalls keine österreichische Konzession. Das OGH-Urteil vom 25. Juni 2021 sprach einer Spielerin aus dem Burgenland rund 73.000 Euro Spielverluste zu. Der Vertrag war nichtig, die Rückzahlung folgte.

LeoVegas wird von LeoVegas Gaming PLC betrieben, Sitz Level 7, Plaza Commercial Center, Bisazza Street, Sliema, SLM 1640, Malta. Das Unternehmen hält bei der britischen Gambling Commission unter Kontonummer 39198 aktive Fernglücksspiel-Lizenzen für Bingo, Casino und General Betting Standard (Real und Virtual Event). Wer in Österreich bei LeoVegas spielt, hat keine österreichische Aufsicht über seinem Vertrag.

Tipp3 ist die Sportwetten-Marke der Österreichische Lotterien-Gruppe. Betrieben wird Tipp3 von der Österreichische Sportwetten Gesellschaft m.b.H., Sitz Rennweg 44, 1038 Wien, eingetragen im Firmenbuch beim Handelsgericht Wien unter FN 196645i. Die Sportwetten-Konzession ist landesrechtlich nach dem niederösterreichischen Wettgesetz geregelt; Online-Casino-Spiele der Lotterien-Gruppe laufen ausschließlich über win2day. Tipp3 ist keine Alternative für „20 Freispiele ohne Einzahlung“ — das Angebot gibt es dort nicht.

Tipico wird von der Tipico Group Ltd. betrieben, einer Gesellschaft maltesischen Rechts mit Sitz Tipico Tower, Vjal Portomaso, STJ 4011, St. Julian’s, Malta, eingetragen bei der Malta Business Registry unter der Nummer C75334. Eine österreichische Konzession hält Tipico nicht.

Lottoland wird von EU Lotto Ltd betrieben, Sitz Office Suite A, Ocean Village Promenade, Gibraltar. Das Unternehmen hält die Lizenzen Betting RGL Nr. 066 und Gaming RGL Nr. 085, die auch die Marken Lottohelden und Sorte Online abdecken. Wer bei Lottoland in Österreich spielt, schließt einen Vertrag, der nach der Rechtsprechung des OGH unwirksam ist.

Was Spieler bei unkonzessionierten Anbietern erwartet

Wer auf einer Plattform ohne österreichische Konzession spielt, geht drei Risiken ein, die alle aus der Nichtigkeit des Vertrags folgen.

Das erste Risiko ist der Verlust selbst: Wer einzahlt und spielt, hat auf dem Konto einen Saldo, der nach österreichischem Recht nicht durch einen wirksamen Vertrag gedeckt ist. Zahlt die Plattform nicht aus, hat der Spieler keinen vertraglichen Anspruch, sondern muss klagen — und die Klage richtet sich gegen einen Anbieter, der nicht in Österreich sitzt und in einem Rechtsstaat verklagt wird, in dem das Urteil vollstreckbar ist.

Das zweite Risiko ist die Auszahlung: Die Plattform behält sich in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen das Recht vor, Gewinne zu stornieren, Konten zu schließen und Auszahlungen zu verweigern. Wer sich darauf beruft, dass der Vertrag nichtig ist, hat im Grundsatz Recht — aber die Durchsetzung vor einem ausländischen Gericht ist teuer und langwierig. Das Verfahren gegen bet-at-home läuft seit 2011 und ist noch nicht abgeschlossen.

Das dritte Risiko ist die Datenweitergabe: Die Plattform unterliegt nicht dem österreichischen Datenschutz im selben Maße wie ein konzessionierter Anbieter. Wer seine Identität auf einer Malta-Plattform verifiziert, weiß nicht, was mit den Daten passiert, wenn das Unternehmen verkauft wird oder insolvent geht.

Die Rechtsfolge der Nichtigkeit gilt in beide Richtungen: Theoretisch kann auch die Plattform vom Spieler Rückzahlung verlangen, wenn sie an ihn ausgezahlt hat. In der Praxis verfolgen Malta-Plattformen diese Richtung nicht — aber sie könnten es. Wer auf einer Plattform ohne Konzession spielt, bewegt sich in einem Raum, in dem beide Seiten sich auf die Nichtigkeit berufen können.

Häufig gestellte Fragen

Welche Spielautomaten bieten 20 Freispiele an?

Welcher einzelne Automat 20 Freispiele als Aktion trägt, hängt vom Anbieter und vom Zeitpunkt ab. Auf win2day werden Aktionen für bestimmte Spielautomaten angeboten, die im Aktionsbereich der Plattform jeweils ausgewiesen sind. Eine pauschale Aussage, dass „20 Freispiele“ auf einen bestimmten Titel vergeben werden, lässt sich nicht machen, weil das Angebot wechselt.

Welche Top-Slots bieten 20 Freispiele?

Die Frage zielt auf eine Auswahl der populärsten Automaten, die solche Aktionen tragen. Welche Titel auf win2day als „Top-Slots“ geführt werden, ergibt sich aus der jeweiligen Angebotsseite der Plattform. Pauschale Empfehlungen für Slots, die in Österreich auf win2day verfügbar sind und gleichzeitig mit 20 Freispielen beworben werden, sind aus den vorliegenden Quellen nicht ableitbar.

Ist „20 Freispiele ohne Einzahlung Österreich“ in Österreich legal?

Die Frage zerfällt in zwei Teile. Der Mechanismus „Freispiele ohne Einzahlung“ ist als solcher nicht verboten — er ist eine Variante der Bonusgestaltung, die jeder konzessionierte Anbieter auf seinen Bedingungen anbieten darf. In Österreich darf ihn derzeit nur win2day anbieten, weil das Glücksspielgesetz die Durchführung elektronischer Lotterien im Internet an die Konzession der Österreichischen Lotterien bindet. Plattformen ohne diese Konzession dürfen das Angebot nicht durchführen, unabhängig davon, wie sie es bewerben. Wer bei einem anderen Anbieter „20 Freispiele ohne Einzahlung“ annimmt, schließt einen Vertrag, der nach der Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs nichtig ist.

Welcher Anbieter hat in Österreich eine Konzession für Online-Glücksspiel?

Der einzige Anbieter mit einer Konzession für Online-Glücksspiel in Österreich ist win2day, betrieben von der Österreichische Lotterien Gesellschaft m.b.H. Die Konzession für elektronische Lotterien nach § 12a GSpG läuft bis zum 30. September 2027. Ein Gesetzesentwurf zur Reform des Glücksspielgesetzes sieht offene Online-Lizenzen ab dem 1. Oktober 2027 vor, die parlamentarische Beschlussfassung steht aus.

Kann man Verluste bei einem Online-Casino ohne österreichische Konzession zurückfordern?

Ja, nach der Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs sind Spielverträge mit Online-Casinobetreibern ohne österreichische Konzession nichtig. Der Spieler kann seine Verluste zurückfordern. Das hat der OGH in mehreren Entscheidungen bestätigt — am 22. Juni 2021 (1 Ob 229/20p) wurde einem Kläger eine Million Euro zugesprochen, am 25. Juni 2021 einer Spielerin aus dem Burgenland rund 73.000 Euro, Ende 2021 wurde Mr Green zur Rückzahlung an einen österreichischen Spieler verurteilt. Die Verfahren sind langwierig, die Erfolgsaussichten sind nach der Rechtsprechung gut, aber die Durchsetzung erfordert einen österreichischen Rechtsanwalt und Geduld.

Welche Limits gelten bei win2day?

Bei win2day gelten zwei Arten von Limits. Für Spieler unter 26 Jahren liegt das maximale Einzahlungslimit bei 250 Euro pro Woche; das Limit wird jeden Freitag um 0:00 Uhr zurückgesetzt. Für Spieler ab 26 Jahren liegt das Standardlimit zwischen 1 Euro und 1.680 Euro pro Kalendermonat. Ein Limit über 1.680 Euro monatlich setzt voraus, dass der Kontoinhaber mindestens 26 Jahre alt ist, keine aktive Einschränkung besteht, in den vorangegangenen 12 Monaten keine Einschränkung vorlag und das Konto verifiziert ist. Zusätzlich ist ein tägliches Spieldauer-Limit Pflicht und kann im Stundentakt individuell festgelegt werden. Eine Reduktion des Limits wirkt sofort, eine Erhöhung erfordert eine Wartezeit von mindestens 24 Stunden, weitere Erhöhungen frühestens nach 7 Tagen.

Erstellt von der Redaktion von „Casino Token Check”.

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